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22. Dez. 2017, 12:42 Emojis zu Weihnachten
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Unlängst im Büro von Stefan Redelsteiner. Redel wer? Na, Sie wissen schon, das ist der Typ, der Wanda entdeckte und unglaublich erfolgreich machte, dem Nino aus Wien (rechts) zum Aufstieg verhalf und zuletzt Voodoo Jürgens Vorstadt-Strizzi-Look  veredelte: „Ansa Woar“, das Debüt des Singer-Songwriters  wurde  vergoldet. Die Trophäe (Goldene Schallplatte) hängt nun  in Redelsteiners Büro an der Wand – eingerahmt und hinter Glas. Angreifen verboten. Bei diesem Anblick poppte  plötzlich eine Frage in meinen Gehirnwindungen auf: Kann man vergoldete Schallplatten eigentlich hören? Oder ist das bloß Fake? Gold und Fake, das bringt mich jetzt irgendwie zu Weihnachten. Und zu den Glückwünschen und Bildern, die da jährlich im Posteingang, auf der Facebook-Time-Line oder im Whatsapp-Chat landen. Der Renner dieses Jahr: Weihnachtslieder in Emojis erzählt. Na, konnten Sie schon alle Weihnachtslieder  entschlüsseln? Ich nicht, aber ich habe auch ganz andere Sorgen. Nämlich: Wie bringe ich Mariah Careys „All I Want For Christmas Is ... You!“ aus dem Ohr?!  In diesem Sinne: Kommen Sie gut und ohrwurmfrei durch die Feiertage.
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22. Dez. 2017, 6:00 Wirtschaftsforscher in der Bredouille
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Das Wachstum ist doppelt so stark wie vorhergesagt. Korrekte Prognosen werden zunehmend schwieriger. Wem ist das nicht schon passiert: ein klarer kalter Wintermorgen, der Wetterbericht verspricht Sonnenschein von früh bis spät. Also die Brettl’n anschnallen und nichts wie rauf auf den Berg. Doch oje, zu Mittag trübt es sich ein, ehe mit kaltem Wind dichtes Schneetreiben einsetzt. Blöd gelaufen für die Betroffenen, die bei korrekter Vorhersage den Tag wohl anders geplant hätten (Verschwörungstheoretiker behaupten, dass solche Irrtümer hie und da bewusst zum Wohlwollen der Freizeitindustrie passieren). Weitaus größere Auswirkungen haben falsche Prognosen in der Wirtschafts- und Finanzwelt. Wenn etwa Börsianer ein gutes Aktienjahr vorhersagen und Anleger blind darauf vertrauen, kann das böse Folgen haben. Die Finanzkrisen der vergangenen Jahre haben dies gezeigt. Gleiches gilt natürlich aktuell für die Cyberwährung Bitcoin. Wenn selbst ernannte Experten auf einen weiteren Kursanstieg auf 100.000 Dollar und mehr setzen, dann ist Feuer am Dach. Und nicht zuletzt müssen sich auch Wirtschaftsforscher an der Nase nehmen. So liegen sie mit ihren Prognosen für Österreichs Wachstum in der Regel daneben. Heuer aber besonders. Vor genau einem Jahr sagten sie noch 1,5 Prozent voraus, geworden ist es das Doppelte. "Unerwartete Effekte" wird das dann gerne genannt. So erwiesen sich die befürchteten negativen Auswirkungen der US-Politik unter Trump als ziemlich unbegründet. Solche falschen Einschätzungen sind mehr als ärgerlich, ziehen doch Politik und Wirtschaft daraus Schlüsse für ihr weiteres Handeln. Zugegeben, vieles ist in der komplex und schnelllebig gewordenen Welt schwieriger einzuordnen. Aber als Konsequenz daraus werden Vorhersagen nicht mehr jene Bedeutung haben wie bisher.  
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22. Dez. 2017, 5:14 Der Weg im Wald
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Über einen Weihnachtsausflug, den ich erst jetzt verstehe. Der Weg, der zum Haus führt, in dem mein Vater aufgewachsen ist, war früher kein richtiger Weg. Sondern ein schmaler Trampelpfad, den die Bewohner über die Jahrzehnte ausgetreten hatten, wenn sie zur Arbeit gingen oder zur Schule, wie mein Vater. Fünf Kilometer in eine Richtung bei jedem Wetter. Der Pfad führte von der Dorfstraße über die große Wiese hinein in den Wald, vorbei an den Birken, von denen mein Vater als Kind eine mit seinen Freunden gefällt hatte. Eine Mutprobe. Sie haben sie bestanden. Er ging bis zum Holzzaun, der das Haus umgab und damals morsch war und brüchig. Die Bewohner benutzten ihn aus Trotz. Immer den gleichen schmalen Pfad, Sommer wie Winter, bis man ihn schon von weitem erkennen konnte. Auch wenn das Gras hoch stand, auch wenn der Schnee lag. Als wollten sie den Menschen im Dorf zeigen, dass da unten im Wald jemand lebte, atmete und träumte. Hilfsknechte und Hilfsmägde, Tagelöhner, die man gern vergaß. Irgendwann fasste sich die Gemeinde ein Herz, verbreiterte den Pfad und schüttete eine Ladung Schotter darauf. Ab diesem Moment war es kein Pfad mehr, sondern ein Weg. Die Bewohner des Hauses im Wald waren stolz auf ihn. Nun konnte man mit dem Auto zum Haus zufahren, auch wenn das nie geschah. Weil damals keiner eines hatte. Zu diesem Weg, der zu dem Haus führt, in dem mein Vater aufgewachsen ist, fuhren wir oft am Nachmittag des Weihnachtstags, mein Vater und ich. Er stellte den Wagen ab und ging los. Über die Straße und dann querfeldein wie er es als Junge gemacht hatte bis zum Wald, in dem er dann verschwand, um Tannenzweige abzuschneiden.
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