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21. Dez. 2017, 16:00

Crazy Christmas

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„Verwechslung, Täuschung, List, Ablenkungsmanöver, blanker Irrsinn und dazu eine riesige Portion Humor“, heißt es in der Vorschau, „bietet diese rasante Komödie rund um den (h)eiligen Abend.“ Es tut mir leid, aber ich kann mich für „Crazy Christmas“ nicht eilig erwärmen. Das Stück reiht sich in das bis dato dargebrachte Oeuvre des „Gloria“-Theaters in der Prager Straße in Wien 21 ein: vorsichtig formuliert ist es weit entfernt von zeitgemäßer Kunst. Und ich frage mich, ob wir Menschen in Floridsdorf nicht auch ein bisserl mehr kulturellen Tiefgang verdient hätten. Gut, ich habe mir bisher gedacht, dass der Theater-Macher und Nun-doch-nicht-Mörbisch-Intendant Gerald Pichowetz das „Gloria“ als privates Theater führt und daher dort tun und lassen kann, was ihm persönlich gefällt. Doch da habe ich die Rechnung offensichtlich ohne den Kulturausschuss der Stadt Wien gemacht. Der hat laut Martin Margulies den Antrag zu Betrieb und Entschuldung des crazy Spielorts mit den Stimmen von SPÖ, FPÖ, ÖVP und Grünen genehmigt. Halleluja, 550.000 Euro Steuergeld fürs „Gloria“! Ned bös’ sein, aber es gibt auch andere Kultur-Initiativen in Transdanubien, diese werden seit Jahren mit einem Bruchteil gefördert. Verwechslung? Täuschung? List? Blanker Irrsinn?
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