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Statuen im Zwielicht: Sturz unserer HeldenAktualisiert25. Jun. 5:00

Statuen im Zwielicht: Sturz unserer Helden

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Soll man auch Statuen von Churchill und Gandhi abreißen? Seit dem gewaltsamen Tod von George Floyd in den USA und der dadurch weltweit ausgelösten Protestbewegung Black Lives Matter stürzen Demonstranten rund um den Globus die Statuen unserer „alten Helden“. Dass diese jetzt im Stadtbild fehlen, wird wohl den wenigsten auffallen – kaum einer der Glorifizierten war ihnen aus der Geschichte bekannt und daher höchstens gewohnte Zierde von Plätzen und Gärten. Richtet sich der Kampf aber plötzlich auf die gefeierten Helden unserer Zeit, dann reagieren doch viele mit Unverständnis und Wut. Die jüngsten Vorfälle am Parliament Square in London verdeutlichen dieses Dilemma. Dort stehen prominent im politischen Herzen der Stadt Winston Churchill und neben ihm seit kurzem auch Mahatma Gandhi. Beide repräsentieren Ikonen der Befreiung von Gewaltherrschaften; der eine der Befreier Europas von den Verbrechen des Nationalsozialismus, der andere der Befreier Indiens von der Kolonialherrschaft und heute die globale Ikone des gewaltlosen Widerstands. Dennoch, auch sie wurden in den Demonstrationen der letzten Wochen beschmutzt. „War ein Rassist“ wurde prominent auf den Sockel von Churchills Statue gesprüht. „War ein Sexist“ wäre das Pendant dazu gewesen, das leider – ob wir es wollen oder nicht – Gandhi auch trefflich beschreiben könnte.
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